Warum ist das nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe? Und warum gefällt mir das nicht? Kann ich überhaupt fotografieren? Warum sehen die Fotos von anderen Fotografen immer viel besser aus?

Wenn du dir nur eine dieser Fragen jemals gestellt hast, bist du einer der kreativen Köpfe, die dieses Phänomen schon am eigenen Leib miterleben haben dürfen. Es geht um Kreativitätsblockaden.

Ja, manchmal erlebt man eine Phase, welche Tage, Wochen, aber auch Monate anhalten kann. Man fühlt sich träge, will nichts kreieren und findet seine Arbeit auch nicht mehr so gut wie vorher. Aber woher kommt dieses Gefühl?

Wir leben in einer Zeit, in der es sehr einfach ist, Inhalte zu erstellen und zu teilen. Fotos werden hauptsächlich nur noch digital gespeichert und auch auf digitalem Weg verteilt. Es war noch nie so einfach, Fotos mit der ganzen Welt zu teilen. Klingt doch gut, oder etwa nicht?

Wir bekommen so viele Inhalte auf bildbasierten sozialen Medien gezeigt, dass man sich manchmal, auch wenn das nur unterbewusst geschieht, vor lauter Bildern eingeengt fühlt. Nehmen wir Instagram als Beispiel. Man folgt Menschen, deren Bilder uns gefallen und deren Arbeit wir bewundern. Diese Person wohnt eventuell in einer anderen Stadt/einem anderen Land oder gar auf einem anderen Kontinent als wir. Somit hat diese Person ganz andere kulturelle Hintergründe und auch andere Landschaften oder Personen zum Fotografieren und wir ärgern uns, dass wir nicht die gleichen Möglichkeiten haben. Dadurch entsteht ein ständiger Vergleich, der unkontrollierbar im Unterbewusstsein stattfindet.

Ein weiterer Faktor, der zu Blockaden führen kann, ist Stress. Es mag nicht allen bewusst sein, jedoch sind wir Menschen nicht so kreativ, wenn wir dauerhaft Stress ausgesetzt sind. Also wenn du unter Stress stehst, bewältige den vorher, und stresse dich nicht zusätzlich noch mit der Kreativität, die einfach nicht kommen will (sie kommt sowieso wieder, keine Sorge).

Kreativität lässt sich nicht erzwingen, da kann man sich noch viele gute Bilder oder YouTube Videos ansehen. Es kann natürlich von Vorteil sein, sich von anderen Künstlern inspirieren zu lassen, jedoch führt zu viel „Inspiration“ auch wieder in die falsche Richtung.

Alles schön und gut. Jetzt haben wir geklärt, woher diese Blockade kommen kann. Aber was kann man nun dagegen tun?

Wechsle deinen Arbeitsplatz oder dekoriere ihn um!

Du hast deinen Arbeitsplatz seit Monaten oder gar Jahren nicht geändert? Vielleicht liegt es daran, dass die Inspiration und Motivation dadurch unterdrückt wird. Dekoriere doch einfach mal um. Eine neue Pflanze, eine neue Lampe oder ein paar kleine Dekorationselemente können schon ausreichen, um neue Inspiration zu bekommen. (Wir mögen es doch alle, wenn etwas schön aussieht, oder?)

Mach das Internet aus!

Wie bereits erwähnt, kann das Internet und die hohe Anzahl der Inhalte, die wir tagtäglich sehen, zu einer Blockade führen. Ein bekannter Begriff für das deaktivieren von sozialen Netzwerken wird auch “Social Media Detox” genannt und es bewirkt Wunder!

Manche denken sich jetzt vielleicht “Oh nein, ich kann doch meine Accounts nicht löschen!” und ich sage euch, das ist gar nicht notwendig. Es reicht schon, wenn man das App-Icon am Smartphone einfach von seinem gewohnten Platz weggebt und die Benachrichtigungen ausschaltet. Um das Ganze ein wenig lustiger zu gestalten, kann man ja eine Challenge draus machen und eine Woche/einen Monat einfach mal drauf verzichten. (Man verpasst auch ohne soziale Medien nichts #fürsiegetestet)

Brainstorming

Oft hilft es auch, sich ein paar einzelne Begriffe aufzuschreiben, um eine Idee zu entwickeln. Das muss nicht alleine passieren, man kann sich auch mit Freunden zusammensetzen und gemeinsam Ideen austauschen. Einfach mal alles aufschreiben, auch die absurdesten Dinge, denn diese führen meistens zu den besten Ideen!

Einfach machen

Der letzte und meiner Meinung nach der wichtigste Punkt ist, es einfach zu machen. Auch wenn man sich gar nicht danach fühlt. Einfach die Kamera packen, raus gehen oder drinnen bleiben (je nach Lust und Wetter) und ein paar Fotos machen. Behaltet euch immer im Hinterkopf, dass nicht jedes Foto ein Meisterwerk sein muss. Aber wenn man es einfach macht, ist es wahrscheinlicher, dass man schneller aus seiner Blockade rauskommt, als wenn man einfach nichts macht und quasi abwartet, bis sich die Blockade von alleine löst.

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